Sattva für mehr Vitalität und Zufriedenheit


Wie gehst du mit dir selbst um und wie gut sorgst du für dich? Sind Selbstliebe und Selbstfürsorge wichtige Themen für dich?


Im Ayurveda gibt es die Empfehlung für einen ausgeglichenen Tag in 3 Phasen entsprechend der drei geistigen Qualitäten "Gunas".


Die Gunas Tamas, Rajas und Sattva

sollten unseren Tagesablauf in etwa zu gleichen Teilen von je 8 Stunden bestimmen:

  • 8 Stunden Tamas für Schlaf und Faulenzen, dies beschreibt einen Geisteszustand, der von Trägheit und Unbewusstheit geprägt ist

  • 8 Stunden Rajas für Arbeit, die Zeit des Wachzustands, der durch Aktivität und Stimulation bestimmt ist

  • 8 Stunden Sattva für geistige Ruhe, spirituelle Praxis, Meditation, eine Zeit des ausgeglichenen und kontrollierten Geisteszustands der Bewusstheit


Wie sieht es bei dir aus?


Bist du ein Workaholic Rajas ausgeprägter Typ mit diesem Verhältnis:

  • 6 Stunden Tamas (Schlaf, Faulenzen, passiver Konsum)

  • 17,5 Stunden Rajas (Aktivität und Stimulation fast über den ganzen Tag)

  • 0,5 Stunden Sattva (geistige Ruhe und Bewusstheit)

Der Rajas – Workaholic Modus verstärkt Ungeduld, Begehrlichkeiten, starkes Verlangen, Leidenschaft und Unzufriedenheit. Durch mehr sattvische Qualitäten kommst du in deine Balance und Ausgeglichenheit.



Oder bist du in der trägen Tamas Energie gefangen und kommst momentan schwer in die Gänge?

Dein Tag gliedert sich so in etwa:

  • 16,5 Stunden Tamas (Schlaf, Faulenzen, passiver Konsum, Berieselung durch TV, Internet)

  • 7 Stunden Rajas (Aktivität und Stimulation)

  • 0,5 Stunden Sattva (geistige Ruhe und Bewusstheit)

Der träge Tamas Modus ist durch Energielosigkeit, depressiven Tendenzen und wenig Temperament geprägt. Hier ist zuerst Aktivität (Rajas z.B. durch Sport, Zielsetzung, neue Projekte) nötig, um dich aus der Schwere zu lösen und die folgenden Tipps werden dich dabei unterstützen.



Zugegeben, die 8 Stunden Sattva sind in unserer Gesellschaft schwierig, insbesondere wenn du neben Job familiäre Verpflichtungen etc. hast. Versuche einfach in kleinen Schritten mehr sattvische Energie in deinen Tag zu bringen und deine Handlungen bewusster auszuführen. Einkauf, Haushaltsarbeit, etc. kann beispielsweise gehetzt sein und du bist gedanklich schon wieder woanders oder du schenkst dem Moment deine volle Präsenz und bleibst bei dir. Beobachte dabei, wie sich deine Stimmung, deine Wahrnehmung und dein Energiefluss langsam verändern.


Die sattvische Energie steht für Intelligenz und Zufriedenheit mit dem was ist. Ein Leben ausgerichtet an ethischen Werten. Sie schenkt uns geistige Vitalität, moralische Stärke, Reinheit, Geduld und Mitgefühl. Sie steht beispielsweise für das Praktizieren von Yoga, Thai Chi, Qi Gong, Waldbaden, Meditation. Auch Sport insbesondere im Freien, der dich in die innere Ruhe führt und losgelöst von Leistungsgedanken (wie schnell, wie weit, wie gut) ist hat neben der rajasischen eine sattvische Qualität.

Wir brauchen alle 3 Gunas in Form von Schlaf (Tamas), Energie und Aktivität (Rajas) und Sattva (geistige Ruhe und Bewusstheit), um ganzheitlich gesund zu leben und eine ausgeglichene Lebensweise zu führen.



Jetzt direkt die Sattva Energie erhöhen mit dem Energy Booster Morgenritual



Mehr Gleichgewicht und Stärkung deiner inneren Mitte


Sattvische Ernährung


Die Ernährung hilft uns, unsere körperliche und psychische Balance zu erhalten und zu stärken. Frische naturbelassene Nahrung geben Vitalität. Schwere Speisen machen auf Dauer auch seelisch schwer und langsam. Prüfe deine tägliche Ernährung und schau, welche Qualität deine Lebensmittel und die Art der Zubereitung haben.

Sattvisch ausgeprägte Menschen fühlen sich ganz automatisch zu Lebensmitteln hingezogen, die ihre Lebenskraft, Energie und Gesundheit steigern wie frisches Blattgemüse, Kräuter, Mandeln.


Ist dein Rajas gerade stark ausgeprägt, so tendierst du vielleicht eher zu sauren, erhitzenden, salzigen, scharfen und anregenden Lebensmitteln oder stark gewürzten, scharf angebratenen oder frittierten Speisen. Kaffee, Essig, Chili, Joghurt, saures Obst oder Alkohol in anregenden Mengen fördern u.a. Rajas.


In der Bhagavat Ghita wird der Tamas Mensch beschrieben, der Speisen bevorzugt, die schal, faulig, übelriechend und unrein sind und dass er gern ist, was andere übriglassen.

Auf unsere heutigen Essgewohnheiten übertragen bedeutet dies, dass nicht frisch gekocht wird, abgestandene, zerkochte, schleimige und konservierte also „tote“ Nahrung und Fastfood konsumiert werden, die somit weniger Nährstoffe und Energie liefern. Als Folge fühlt man sich emotional schwer und antriebslos.



Sattvische Nahrungsmittel


Frische naturbelassene Lebensmittel, frisch zubereitet oder schonend gekocht (z.B. gegartes Gemüse). Vorzugsweise hochwertige bio vegetarische Nahrung, entsprechend des Grundsatzes von ahimsa – der Gewaltlosigkeit.

Diese reine Ernährungsform fördert unsere Freude, unser Mitgefühl, Demut und Liebe zu uns und unseren Mitmenschen und Mit-Lebewesen.


Beispiele für sattvische Lebensmittel sind

  • Frisches Bio Gemüse

  • Frische Kräuter, Salat

  • Mungbohnen, rote Linsen, Reis, Hafer

  • Süßes reifes und am besten saisonales Obst

  • Rosinen, Datteln, Feigen, Granatapfel

  • Sesam, Mandeln, Walnüsse (ich lege sie gern in Honig ein und lasse sie einige Tage ziehen)

  • Ghee und hochwertige pflanzliche Öle

  • Ayurvedische Rasayanas wie die Amla Frucht / Amalaki

Hast du schon von der Darm-Hirn-Achse gehört? Über den Nervus Vagus gibt es eine direkte Verbindung vom Darm ins Gehirn. Im Ayurveda nehmen wir an, dass nahezu alle Krankheiten ihren Ursprung im Darm haben. In der modernen Medizin bestätigt sich dies nun durch Studien zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Du bist was du isst oder wie du verdaust.

Es sind allerdings nicht nur die Lebensmittel, sondern es ist vielmehr auch die Haltung, die du bei der Zubereitung deiner Speisen und beim Essen einnimmst. Achtsames Kochen und Essen mit liebevollen Gedanken und Dankbarkeit für all die wunderbaren Gaben der Natur lassen dich die Nahrung besser verdauen und erhöhen deine Energie.

Mit der Stärkung der Sattvischen Qualität kommst du wieder mehr in deine natürliche körperliche wie mentale Balance und stärkst ganz nebenbei auch deine Selbstheilungskräfte.




Sattvische Soulfood - Nahrung für Geist und Seele


Berührung


Unsere Haut ist unser größtes Sinnesorgan und wir nehmen bereits im Mutterleib auf. Ungeborene können die Berührung ihrer Mutter erkennen und dieser Kontakt baut bereits vor der Geburt eine Bindung auf.

Da in der aktuellen Zeit Berührungen und Umarmungen reduziert sind kann dich eine Öl-Selbstmassage stärken. Das Öl nährt und pflegt die Haut und bildet zugleich eine Art Schutzmantel gegen anstrengende Energien im Außen.


Die Ayurvedischen Massagen sind aufgrund ihrer einhüllenden Qualität bekannt, was ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz vermittelt. Erwärme hierzu etwas Mandelöl und verwöhne deinen Körper mit liebevollen Ausstreichungen und Kreisen der Gelenke genüsslich von Kopf bis Fuß. Traditionell wird im Ayurveda Sesamöl für die Selbstmassage am Morgen verwendet, danach spült eine warme Dusche die durch die geöffneten Hautporen im Öl gebundenen Giftstoffe vom Körper.


Kreativität


Finde einen kreativen schöpferischen Ausdruck deiner Energie, dies kann durch Malen, Schreiben, Tanzen, Singen, Journaling sein. Handarbeit genauso wie mit Gärtnern und dich mit schönen, lichtvollen und natürlichen Dingen beschäftigen und umgeben. Im Moment, in dem wir ganz in die Tätigkeit versinken schenken wir uns volle Präs