Herbstliches Maronenbrot Rezept


Maronenzeit im Herbst

Für mich sind sie Kindheitserinnerungen, mit Oma und Opa im Herbst Maronen suchen 🌰❤ Das Gefühl kommt jedes Jahr wieder hoch, wenn die Zeit beginnt und ich in den Wald gehe und mir in die Finger pieksen lasse.

Darüber hinaus sind sie so köstlich und versorgen uns mit hochwertigem Eiweiss, Ballaststoffen sowie unzähligem Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sind eine gute Nervennahrung, gleichen Vata und Pitta aus und wirken basisch.


Ich lege sie kurz ins Wasser, schlitze dann mit dem Messer ein großes Kreuz in die Schale und koche sie danach mindestens 30 Minuten in Wasser oder lege sie neben eine Schale Wasser auf ein Backblech und bei 175°C für ca. 25 Minuten ab in den Backofen. Das Schälen der Schale klappt recht gut, die innere Haut hingegen erfordert viel Geduld. Alternativ kannst du auch die im Handel erhältlichen vorgekochten Maronen verwenden.


Brot & Ayurveda - wie passt das zusammen?


Im Ayurveda wird Brot eher kontrovers gesehen, bzw. kommt ganz drauf an wäre die beste Antwort. Wie bei allen ayurvedischen Ernährungsempfehlungen kommt es auf deine Verdauungskraft, deine Konstitution, die Art und Zubereitung des Brotes und was dazu gegessen wird an. Für viele meiner Kunden*innen fällt gerade das Ersetzen von Brot schwer. Es ist einfach und schnell, abends nach der Arbeit Brot aufzuschneiden, etwas Aufschnitt und/oder Käse aus dem Kühlschrank drauf, dazu ein Essiggürkchen, ein paar Tomaten (denn Rohkost hat ja viele Vitamine) ... Dabei wird gern übersehen und das Bio-Feedback des Körpers übergangen, wie schwer verdaulich so eine Mahlzeit ist, und das gerade am Abend, wenn die Verdauungskraft ohnehin schon kräftig nachgelassen hat.


Brot an sich gilt als kalt und schwer verdaulich, Rohkost ebenso, Kombinationen von Milchprodukten wie Käse mit sauren Lebensmitteln wie Tomaten oder Fleisch/Wurst belasten den Verdauungsapparat, im Ayurveda spricht man davon, dass Ama - Schlacke und Srota Blockaden entstehen. Ama heißt übersetzt so viel wie unverkocht oder unverdaut, Srotas sind die Körperkanäle.


Für die Pitta Konstitution mit guter Verdauungskraft ist Brot einfacher verdaulich, aufgrund der Affinität zu Säure sollte auf Sauerteigbrot lieber verzichtet werden.

Bei der Vata Konstitution mit schwächerer Verdauungskraft kann Hefebrot zu Blähungen führen. Vata Menschen vertragen getoastetes fein geschrotetes Mischbrot mit Ghee und Honig oder vegetarischen Brotaufstrichen meist besser, ebenso Chapati, welches ohn Hefe frisch zubereitet und warm gegessen wird.

Bei der Kapha Verdauung ist mit Brot, Käse und Wurst schnell Alarmstufe rot erreicht und führt zu Ama und Gewichtszunahme. Die Verdauungskraft ist hier ohnehin schwach und wird durch ebendiese Kombinationen komplett überfrachtet. Hier eignen sich u.a. Knäckebrot, Reiswaffeln, ein hoher Roggenanteil da Roggen trocknend wirkt besser. Dazu Waldhonig mit einer Prise Pippali Langpfeffer oder Humus und andere vegetarische Brotaufstriche mit pikanter Schärfe.


In meinen eBooks Vata, Pitta bzw Kapha findest du eine ganze Reihe von Alternativen für Brot zum Frühstück oder Abendessen.



Herbstliches Maronenbrot

Zutaten

  • 150 g Maronen geschält und gekocht (vakuumiert kaufen oder selbst kochen und schälen)

  • 300 g Dinkelmehl

  • 100 g Buchweizenmehl

  • 15 g frische Hefe (oder entsprechend angepasste Menge Trockenhefe)

  • 250 ml lauwarmes Wasser

  • 1 EL Olivenöl

  • 1 TL Salz

  • 1 TL Rosmarinspitzen fein gehackt (frisch oder getrocknet)

  • 3 EL Kürbiskerne (davon 1 EL zum Bestreuen)

Zubereitung


Maronen zwischen den Fingern grob zerdrücken, so dass noch größere Stücke dabei sind.


Dinkel- und Buchweizenmehl zusammen mit Salz in einer Schüssel vermengen. Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, in die Mitte der Mehlmischung geben und mit etwas Mehl verrühren. Olivenöl zugeben und Teig mit der Hand mehrere Minuten gut durchkneten. Falls der Teig noch zu sehr an den Händen klebt etwas Dinkelmehl zufügen. Teig zu einer Kugel formen und in einer mit einem Küchentuch zugedeckten Schüssel an einem warmen Ort 90 Minuten gehen lassen.


Backofen auf 165°C UMluft vorheizen. Teig nochmals durchkneten, Maronen, Rosmarinspitzen und 2 EL Kürbiskerne unter den Teig kneten. Eine Kugel formen und auf ein Backblech setzen. Mit einem scharfen Messer ein Kreuz oben in den Teig ritzen und Brot mit 1 EL Kürbiskernen bestreuen. Weitere 10 Minuten ruhen lassen, dann 60 Minuten bei 165°C Umluft backen.


Das Maronenbrot schmeckt frisch und vor allem warm direkt aus dem Ofen am besten und ist dann ayurvedisch gesehen auch nicht so schwer verdaulich.


Dazu schmeckt eine Macadamia-Butter (auch vegan möglich mit Alsan). Hierzu 75 g Butter mit 1 EL Olivenöl, 1 Msp Salz und 40 g gerösteten Macadamianüssen im Mixer grob pürieren, so dass noch Nussstücke dabei sind.


Bon Appetit! Lasst es euch schmecken!

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