Deine Haut 1/2 – Spiegel des Stoffwechsels und der Seele


Unsere Haut ist ein Spiegel unseres inneres Gleichgewichts, unserer körperlichen wie seelischen Balance. Ein Ungleichgewicht der Darmgesundheit bedingt u.a. durch ungesunde Ernährung oder Stress wirkt sich ebenso wie seelische Aspekte auf unser Hautbild aus.

In den letzten Jahren hat die Häufigkeit von Hauterkrankungen deutlich zugenommen, dazu zählen neben Hautunreinheiten und Allergien auch Autoimmunerkrankungen.

Die Haut ist mit einer Fläche von knapp 2qm unser größtes Körperorgan. Ein einziger Quadratzentimeter Haut besteht aus circa drei Millionen Zellen! Sie ist Schutzschild (Abgrenzung und Schutz gegen die Umwelt, mechanische und chemische Barriere, Immunfunktion), Speicher und stellt als Schnittstelle zwischen Individuum und Umwelt unser wichtigstes Sinnesorgan dar.

Über unsere Haut kommunizieren wir, so erröten wir bei Scham oder erblassen bei Furcht. Über die Haut erfolgt die Wärmeregulation durch Erweiterung bzw. Verengung der Blutgefäße.

Schönheit von innen und außen

Die Hautpflege beginnt mit der Ernährung: über Darm und Stoffwechsel versorgen wir unsere Haut u.a. mit wichtigen Vitaminen, Antioxidantien, Fetten und Feuchtigkeit. Um uns und unsere Haut gut zu nähren ist es wichtig, auf vitalstoffreiche, frische Nahrung und Pflege von innen und außen zu achten.

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen und beugen der Hautalterung vor, Feuchtigkeit, Fette und Öle sorgen für strahlende Haut, schützen vor Austrocknung und bilden einen Schutzfilm.

Unsere Haut „isst“ mit

Ein Großteil dessen, was wir auf unsere Haut auftragen, wird über die Poren nach innen aufgenommen und gelangt so in unseren Blutkreislauf.

Puh – wenn du dir vorstellst, was du über Jahre hinweg schon alles auf deine Haut aufgetragen oder auf ihr getragen hast...

Mir ging das genauso, inzwischen habe ich radikal umgestellt. Für meine Hautpflege gilt, dass ich am liebsten auf meine Haut packe, was ich auch essen würde: hochwertige Öle und natürliche pflanzliche Komponenten.

Die Haut ist eine durchlässige Membran, genauso wie die Wirkung von innen nach außen über die Ernährung funktioniert, erfolgt der umgekehrte Weg von außen nach innen bei Kosmetik- und Pflegeprodukten, aber auch im positiven Sinne bei Massage und Berührung.

In herkömmlichen Hautpflege oder Kosmetikprodukten finden sich zahlreiche Stoffe und chemische Substanzen wie Weichmacher, Emulgatoren, Mineralöle oder Konservierungs- und Farbstoffe, die unseren natürlichen Regulationsmechanismus beeinträchtigen. Einige Komponenten sind zudem hormonell wirksam oder verändern unseren Säureschutzmantel und greifen die Haut an, synthetische Duftstoffe und Alkohole lassen die Haut austrocknen, Mineralöle verstopfen die Poren, etc. Gerade jetzt im Sommer verwenden wir zusätzlich häufig Produkte zum Sonnenschutz, die viele gesundheitsschädliche Chemikalien enthalten und unsere Entgiftungsorgane belasten. Einige Öle wie Kokosöl weisen bereits einen geringen Sonnenschutzfaktor auf, daneben gibt es wunderbare Produkte mit natürlichem mineralischem Sonnenschutzfilter wie "Fresh Sunscreen". Über Apps wie CodeCheck oder ToxFox kannst du dich mittlerweile gut informieren.

Alle Links habe ich dir am Ende des Artikels zusammengestellt.

Natürliche Frische und Pflege

Mit einer natürlichen Hautpflege mit frischen, nährenden, pflegenden und natürlichen Komponenten wie wertvollen Ölen können wir den hauteigenen Regulationsmechanismus stärken und unserer Haut eine nachhaltige Pflege bieten.

Für die tägliche Reinigung kannst du Rosenwasser mit einem Tropfen Öl (Mandelöl bei sensitiver Haut, Teebaumöl bei fettiger Haut) verwenden, damit erfrischst, reinigst und pflegst du deine Haut gleichermaßen. Für die tägliche Pflege liebe ich Produkte mit wertvollen Ölen wie Aprikosenkernöl, Rosenöl, Avocadoöl, Macadamianussöl und wirksamen Blütenextrakten. Die Reichhaltigkeit der Pflege kommt natürlich auf deinen Hauttyp an. Ich verwöhne meine Haut mit der Frischekosmetik von Ringana, Produkttipps findest du am Ende des Artikels.

Für dein wöchentliches Verwöhnprogramm wähle dir ein Peeling und eine Maske, so entfernst du alte Hautschichten und nährst die Haut mit wunderbaren Wirkstoffen. Hier kannst du dir dein eigenes kleines Retreat mit frischen natürlichen Zutaten wie Heilerde, Haferkleie, Avocado, reifen Früchten, Aloe Vera, etc. selbst zusammenstellen.

Spiegelbild des Stoffwechsels

Im Ayurveda betrachten wir die Haut als ein Spiegelbild unseres Stoffwechsels. Eine klare reine und geschmeidige Haut deutet auf eine gesunde Verdauungs- und Ausscheidungsfunktion, welche wir im Ayurveda mit typgerechter Lebens- und Ernährungsweise und frischen sattvischen Nahrungsmitteln fördern können.

Der Konsum von viel Zucker, insbesondere Industriezucker, hat eine negative Auswirkung auf die Zusammensetzung der Darmflora, „negative“ Bakterien lieben dieses Milieu und vermehren sich, Hautkrankheiten wie Akne können die Folge sein.

Mit der Einnahme von Antibiotika beeinflussen wir ebenfalls die natürliche Zusammensetzung der Darmflora, in Folge dessen kann es passieren, dass der Darm wichtige Nährstoffe nicht mehr aufnehmen und an den Körper weitergeben kann. Dies lässt sich oft am Zustand der Haut erkennen.

Analogie Haut und Darm

Wusstest du, dass die Haut wie der Darm ein einzigartiges Mikrobiom, d.h. eine Bakterienbesiedlung von Milliarden von Mikroben aufweist, die essentiell für die Aufrechterhaltung der Schutzbarriere unserer Haut sowie unseres Darms sind?

Der Dünndarm erfüllt im Innern unseres Körpers eine vergleichbare Funktion wie die Haut an unserer sichtbaren Außengrenze: Er ist ebenfalls eine durchlässige Membran, Nährstoffe gelangen von der Darmwand ins Blut- und Lymphsystem. Wie die Haut erfüllt der Darm eine Schutzbarriere gegen alles Schädliche, was in unseren Körper bzw. in unseren Stoffwechsel aufgenommen wird.

Unsere Darmgesundheit ist ganz eng an unsere Hautgesundheit gekoppelt, Hautkrankheiten können über den Darm therapiert oder vorgebeugt werden. Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen leiden überdurchschnittlich häufig auch an Hautproblemen. Der Körper reagiert stets dann über die Haut, wenn seine Ausleitungsorgane (Nieren, Darm) überfordert sind. Säuren und Stoffwechselrückstände, die sich im Körper eingelagert haben und über die normalen Ausleitungsorgane wie Nieren und Darm nicht mehr entsorgt werden können, werden über die Haut ausgeschieden.

Über eine konstitutionsgerechte Ernährung gemäß der ayurvedischen Ernährungslehre und Reinigungsmaßnahmen können wir unsere Darmgesundheit nachhaltig fördern.

Rasayana – Verjüngung und Prävention

Ein naturgemäß sehr beliebter Teilbereich der Ayurveda Naturheilkunde ist die Verjüngung - Rasayana. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa „Verwirklichung eines optimalen Zustands der Gewebe“, konkret geht es um gesundheitsförderliche Aspekte in Lebensstil und Ernährung, sowie Anwendungen im Bereich Prävention, Wellness und Anti-Aging.

Bei der Ernährung beschreibt der Ayurveda Lebensmittel, die ein besonders hohes Maß an Prana = Lebensenergie liefern, hierzu zählen u.a. Mandeln, Walnüsse, Mango, Datteln, Mungbohnen und Granatapfel. Weitere essentielle Nahrungsmittel für eine gesunde Haut sind Sesam- und Leinsaat, Avocado, Kurkuma, Koriandersaat, Hafer, Amla Frucht, Zucchini, Artischocken, Löwenzahn, generell viel frische Kräuter und Salat, Sprossen, Ghee, Olivenöl, reines stilles Wasser und basische Kräutertees, z.B. Brennnessel.

Wichtig für einen gut funktionierenden Stoffwechsel ist eine ausreichende tägliche Bewegung. Das viele Sitzen macht unseren Darm träge und wirkt sich negativ auf die Nährstoffaufnahme aus. Ebenfalls wichtig ist ein guter Schlaf, mit das beste Verjüngungsmittel, wie schon der Name „Schönheitsschlaf“ besagt.

Auch Massagen zählen zu den verjüngenden Anwendungen, nähren und pflegen die Haut und aktivieren den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Giftstoffen. Ayurvedische Massageöle werden über Stunden mit Kräutern, Samen und Gewürzen verkocht, deren besondere Wirkung sie im Gewebe entfalten. Diese gelten ebenfalls als hautverjüngend.

Spiegelbild der Seele

Das geht mir unter die Haut - auch unser emotionales Befinden hat Auswirkungen auf unser Hautbild. Hautkrankheiten können auch eine seelische Ursache haben. Die Haut ist bekanntlich das Spiegelbild der Seele. Stress, Depression und andere Probleme, die psychischen Druck ausüben, lassen sich nicht selten am Zustand der Haut ablesen.

Wir erleben etwas hautnah mit, fühlen uns unwohl in unserer Haut.

Furcht kann Gänsehaut verursachen, bei Panik bekommen wir feuchte Hände oder einen Schweißausbruch. Unsere Haut ist ein feinfühliges Abbild aller Funktionen und Organe im Körper. Über sie nehmen wir direkt die Außenwelt wahr. Sie ist ein Spiegelbild unseres komplizierten Innenlebens, signalisiert, wie wir uns fühlen.

Manchmal sieht es bei Hauterkrankungen fast so aus, als ob die Seele ein Bild auf die Haut zeichnen würde, dieses Sichtbarmachen eines inneren Konfliktes oder Ungleichgewichts kann ein Schlüssel zum seelischen Konflikt darstellen.

Viele Hautkrankheiten kommen und gehen mit einschneidenden Erlebnissen im Leben. Bei seelischen Themen geht es bei der Haut meist um Abgrenzung, Grenzen für sich selbst oder zu anderen ziehen,